Zählerschrank für PV-Anlage modernisieren – das müssen Sie wissen

Wer eine Photovoltaik-Anlage installiert, muss oft zuerst den Zählerschrank für die PV-Anlage modernisieren. Der Grund: Mit der Einspeisung ändert sich die Elektroanlage wesentlich – und der Netzbetreiber verlangt eine Zähleranlage nach aktueller Norm.

Warum die PV-Anlage einen neuen Zählerschrank nötig macht

Für die Einspeisung wird ein Zweirichtungszähler benötigt, der Bezug und Einspeisung getrennt erfasst. Ältere Zählerschränke bieten dafür häufig keinen Platz und entsprechen nicht der VDE-AR-N 4100. Sobald die Anlage erweitert wird, entfällt der Bestandsschutz und der Schrank muss angepasst werden.

Diese Anforderungen gelten

  • Normgerechter Zählerplatz mit 3-Punkt-Befestigung für den eHZ
  • Platz für die moderne Messeinrichtung bzw. das Smart-Meter-Gateway
  • oberer und unterer Anschlussraum, Hauptleitungsabzweigklemme
  • geeigneter Überspannungsschutz für die PV-Anlage

Kosten und Förderung

Je nach Ausgangslage liegen die Kosten zwischen 1.500 und 4.000 €. Im Rahmen einer geförderten Sanierung kann die Zählerschrank-Erneuerung als Umfeldmaßnahme bezuschusst werden. Lassen Sie sich vor dem PV-Kauf vom Fachbetrieb beraten – so vermeiden Sie teure Nacharbeiten.

Häufige Fragen

Muss der Schrank vor oder nach der PV-Montage erneuert werden?

Idealerweise vorher. Die normgerechte Zähleranlage ist Voraussetzung für die Inbetriebnahme und Abnahme durch den Netzbetreiber.

Wer meldet die PV-Anlage an?

Die Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister übernimmt in der Regel Ihr Elektrofachbetrieb.

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